[13.01.2019] Spitzenduell in der Kreisliga I

Der Tabellenführer Kelheim IV ist zu Gast beim Verfolger Parsberg.

Der erste Punkt des Tages geht an Martin, der mit ganz ungewohnter Aggressivität aufspielt. Mit einem Bauernsturm am Königsflügel startet er kompromisslos seinen Mattangriff, der schließlich nach 23 Zügen zum Erfolg und zum frühen 1-0 führt.

Auf Brett 2 kann auch Claudiu einen Eröffnungsvorteil behaupten. Er gewinnt immer mehr Raum und schnürt seinen Gegner nach und nach ein, bis der Druck schließlich zu groß wird und die gegnerische Stellung zusammenbricht.

Günter hingegen hat große Schwierigkeiten gegen den amtierenden U12 Oberpfalzmeister. Die ganze Partie über kämpft er um Ausgleich. Dabei ist er so auf seine Probleme auf dem Brett fokussiert, dass er seine Bedenkzeit aus den Augen verliert, die zwei Züge vor der Zeitkontrolle abläuft.

In einer ruhigen Partie mit ähnlichen Plänen für beide Seiten schafft es Ferdinand, etwas schneller zu sein als sein Gegner, und verschafft sich dadurch einen kleinen positionellen Vorteil. Dann unterläuft seinem Gegner ein großer Fehler, der nicht nur einen Bauern kostet, sondern auch die Königsstellung entscheidend schwächt. Damit ist Ferdinands Königsangriff nicht mehr zu stoppen und Parsberg erhöht auf 3-1.

Ein Punkt ist damit sicher. Doch die Parsberger hoffen auf mehr und alle Augen richten sich auf die Bretter 5 und 6.

Leider zeigt Christoph nach 3 Punkten aus 3 Spielen zum ersten Mal Schwäche. Er weicht von seinem üblichen Eröffnungsmuster ab und wird dafür bitter bestraft. Mit einem Bauern weniger kämpft er sich durch die Partie und landet dann jedoch in einem schlechten Turmendspiel, in dem er weitere Bauern verliert und schließlich die Freibauern seines Gegners nicht aufhalten kann.

Zu diesem Zeitpunkt sieht Stefans Stellung ebenfalls alles andere als rosig aus. Trotz gleichem Material hat er große Probleme zu lösen. Jede seiner Figuren ist entweder gefesselt oder an die Verteidigung einer anderen Figur gebunden. Tatsächlich bleiben kaum Züge übrig, die nicht sofort verlieren. Dennoch findet Stefan immer noch eine weitere Möglichkeit, alles zusammenzuhalten. Nach dem Damentausch übersteht er auch das "große Bauernfressen" ohne Materialverlust. Nachdem Stefan auch die letzten Leichtfiguren abtauschen kann, ist das Turmendspiel klar remis.

Mit diesem 3.5 - 2.5 Sieg zieht Parsberg an Kelheim vorbei und holt sich die Tabellenführung zurück.

[02.12.2018] Derby-Time in Laaber

Nach den beiden Auftaktsiegen geht die erste Mannschaft mit viel Selbstvertrauen ins Prestige-Duell gegen Laaber.
Allerdings findet die Euphorie mit der frühen Niederlage auf Brett 4 ein jähes Ende. Dort kann Ottó in seiner ersten Partie für Parsberg leider keinen Punkt holen.

Besser sieht es dagegen auf Brett 8 aus. Christoph erreicht mit Schwarz bereits in der Eröffnung einen großen Vorteil und schnürt seinen jungen Gegner zunehmend ein. Beim Versuch, sich zu befreien, übersieht dieser eine Fesselung und verliert damit nicht nur einen Bauern, sondern gleichzeitig die Blockade, die das Eindringen der schwarzen Figuren verhindert. Danach bricht die Stellung zusammen, Gleichstand 1-1.

Auch Claudiu verschafft sich mit Schwarz einen Eröffnungsvorteil. Danach manövriert er sich allerdings mehr und mehr in die Bredouille und bleibt am Ende auf einem schwachen, eingesperrten Läufer sitzen, der dem übermächtigen gegnerischen Springer nur wenig entgegenzusetzen hat. Nach ein paar weiteren Zügen kann Claudiu mit dem unentschiedenen Ausgang der Partie sehr zufrieden sein.

Auf Brett 1 findet sich Ferdinand nach einer ruhigen Partie gegen seinen alten Lehrmeister in einem etwas schlechteren Turmendspiel wieder, und natürlich - wie immer - in höchster Zeitnot. Über insgesamt 99 Züge kann er am Ende trotz Minusbauer alle anderen Bauern abtauschen und mit 2 Minuten Restzeit eine eindeutige Remisstellung erreichen.
Sein Gegner verhält sich dabei sehr fair und versucht nicht, durch sinnloses Verlängern der Partie auf Zeit zu gewinnen.

Wie in fast allen Partien des Tages, kann auch Martin seinen Anzugsvorteil nicht lange behaupten. Er verliert die Kontrolle über das Zentrum und muss zusehen, wie seine Figuren immer mehr ins Abseits gedrängt werden. Allerdings übersieht sein Gegner mehrere Möglichkeiten, durchzubrechen und steht am Schluss sogar mit einem Bauern weniger da. Den Mehrbauern opfert Martin für einen Mattangriff, der allerdings nicht zum Erfolg führt, sodass die Partie ebenfalls mit einem Unentschieden endet.

Mit dem Zwischenstand 2.5 - 2.5 richten sich nun alle Augen auf Brett 3, auf dem absolutes Chaos herrscht. Die Partie hatte zunächst normal begonnen. Für einen Königsangriff gab Günter dann die Kontrolle über den Rest des Bretts auf. Nachdem jedoch der schwarze König dem Mattnetz entkommen konnte, bleibt für Günter nur noch ein weit vorgerückter Freibauer. Dafür kontrolliert der Gegner quasi das ganze Brett und hat einen Bauern mehr. Insgesamt ist die Stellung sehr unübersichtlich. Beide Spieler haben nur noch wenig Bedenkzeit und schätzen jeweils die Möglichkeiten des Gegenübers stärker als die eigenen ein. Weil keiner eine Niederlage seiner Mannschaft riskieren will, einigen sie sich schließlich auf Unentschieden.
Darüber freut sich vermutlich hauptsächlich Günter, denn tatsächlich wird seine Stellung vom Computer als klar verloren bewertet.

Mit dem 3-3 Endstand kann die Parsberger Mannschaft also sehr zufrieden sein und Weihnachten auf dem zweiten Tabellenplatz verbringen. Im neuen Jahr kommt mit Kehlheim IV der aktuelle Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Parsberg.

[18.11.2018] Sieg im ersten Heimspiel

Gegen den TSV Dietfurt kann das erste von zwei anstehenden Derbys sehr überzeugend gewonnen werden.

Gleich zu Beginn profitiert Christoph Knab von einigen Fehlern seiner jungen und noch unerfahrenen Gegnerin. Obwohl sie noch tapfer kämpft, muss sie sich bald geschlagen geben. Auch auf Brett 3 nutzt Günter Ehrensberger einen Patzer seines Gegners in der Eröffnung eiskalt aus und setzt den gegnerischen König in der Brettmitte fest. Wie in seinen so heiß geliebten Kurzpartien, erhöht er mit ein paar starken Zügen den Druck und sichert mit einem schnellen Sieg das frühe 2:0.

Mit der Führung im Rücken greift Claudiu Anton munter den gegnerischen König an. In einer komplizierten Partie mit vielen taktischen Komplikationen gewinnt er schließlich die Qualität und kann in ein gewonnenes Endspiel überleiten. Klare Sache für den Endspiel-Edeltechniker!
Weniger gut läuft es leider bei Albert Scheuerer. Er wird schon in der Eröffnung eingeschnürt und kann sich aus seinem Raummangel bis zum Schluss nicht befreien. Obwohl er lange hartnäckig und zäh verteidigt, bricht seine Stellung schließlich zusammen. Danach ist die Luft raus und ein paar größere Fehler bringen die Partie zu einem schnellen Ende.
Zwischenstand 3:1.

Ferdinand Walter steht nach einer ruhigen Eröffnung leicht schlechter. Dann übersieht sein Gegner jedoch eine taktische Kombination und verliert dadurch eine Figur. Mit dem Materialvorteil müssen noch einige Drohungen abgewendet und Verwicklungen aufgelöst werden, bis auch auf Brett 1 ein Punkt eingefahren wird.
Nachdem nun der Mannschaftssieg feststeht, einigen sich Martin Pfisterer und sein Gegner auf ein Remis. Lange Zeit hat Martin einen Mehrbauern, ist dafür aber starkem Druck auf seine Königsstellung ausgesetzt. Obwohl sich zwar der Bauer auf dem mühsamen Weg nach vorn bis auf die 6. Reihe schleppt, unterlaufen immer wieder kleinere Fehler, sodass die Endstellung tatsächlich wieder nahezu ausgeglichen ist.

Das deutliche Endergebnis 4,5 : 1,5 liefert nun sogar genügend Brettpunkte, dass Parsberg mit zwei Siegen aus zwei Spielen die Tabellenführung übernimmt.

Am nächsten Spieltag erwartet uns in Laaber, bei unseren langjährigen Freunden (und Konkurrenten), ein sogar noch prestigeträchtigeres Duell.