[21.11.2021] Erster Saisonsieg für Parsberg II

Der zweiten Mannschaft des TV Parsberg gelang in der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd gegen Bavaria VII in Regensburg der erste Saisonsieg mit 1,5 zu 2,5 Punkten.

In der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd musste die zweite Mannschaft in Regensburg antreten. Dort wurde die Hygienevorschriften streng überwacht. So durften nur Spieler mit 2G-Nachweis antreten. Außerdem galt eine Maskenpflicht. Nur sitzend am eigenen Brett durfte die Spieler die Maske absetzen.

Die vier Spiele entwickelten sich sehr ausgeglichen und lange Zeit war auf keinem der Bretter ein deutlicher Vorteil zu sehen. Mannschaftsführer Michael Held hatte sich leichte positionelle Vorteile erkämpft, übersah dann aber ein Schach bei einem Figurenabtausch. So erhielt sein Gegner zu Beginn des Endspiels zwei zentrale Freibauern, die der Regensburger zu einer Dame umwandeln konnte.

Albert Scheuerer verteidigte mit schwarz die Angriffe seines Gegners und konnte einen drohenden Figurenverlust sogar in einen Figurengewinn drehen. Leider musste er dazu seine Königsstellung öffnen. Anschließend hatte er einen Mattangriff, den sein Gegenüber jedoch durch ein Dauerschach in ein Unentschieden abmildern konnte.

Nach drei Stunden Spielzeit stand die Partie auf dem Spitzenbrett ausgeglichen. Allerdings plagte beide Spieler arge Zeitnot. In dieser übersah erst Stefan Bayerl eine Gabel, so dass er die Qualität verlor. Aber dann konnte er seinen Gegner wiederum mit einer Gabel überraschen. Während sein Gegner über die beste Fortsetzung nachdachte fiel seine Zeit und der Punkt ging an Parsberg.

Die längste Partie des Tages spielte Marie-Theres Neumeier auf Brett 4. Selbst als alle Partien des parallel laufenden Wettkampfes von Bavaria VI mit acht Brettern beendet waren kämpfte sie noch. Ihr war es gelungen zwei Bauern zu gewinnen, befand sich dann aber in einem Turmendspiel, bei dem sich ihr Gegner zäh verteidigte. Marie-Theres baute aber ihren Vorteil konsequent aus und konnte ihren Gegner schließlich mit einer umgewandelten Dame Matt setzen.

Somit gewann Parsberg II diese Runde mit 1,5 zu 2,5. In der Tabelle kletterte die Mannschaft deswegen von Platz 8 auf Platz 6.


[31.10.2021] Schachabteilung des TV Parsberg startet in die Saison 2021/22

Dank zahlreicher neuer Mitglieder ist die Schachabteilung des TV Parsberg mit der ersten Mannschaft erfolgreich in die Saison 2021/22 gestartet. Die zweite Mannschaft erlitt zum Auftakt leider eine Niederlage.

Viele Vereine leiden nach der langen Pause durch den Lockdown unter Mitgliederschwund. Die Schachabteilung des TV Parsberg geht hingegen aus Corona mit personeller Verstärkung hervor, da viele Schachspieler des aufgelösten Schachklub Laaber jetzt in Parsberg ihre neue schachliche Heimat gefunden haben.

Bereits am 24.10.21 spielte die erste Mannschaft in Kelheim. Hier wurde die Aufstellung gleich durch drei Spieler aus Laaber verstärkt. Somit trat Parsberg fast mit Bestbesetzung an, während die Kelheimer große Besetzungsprobleme hatten und zahlreiche Ersatzspieler zu dem Wettkampf erschienen. Somit saß jedem Parsberger ein von der Wertungszahl her schwächerer Gegner gegenüber und dem entsprechend erfolgreich verlief der Spieltag. Der Sieg war zu keiner Zeit wirklich gefährdet. Florian Mirbeth spielte die slawische Abtauschvariante. In einer relativ ereignislosen Partie geriet er kurzzeitig leicht in Nachteil. Nach einem großen Abtausch war die Stellung aber wieder ausgeglichen und die Partie endete Remis. Ferdinand Walter spielte ebenfalls eine wenig ambitionierte Eröffnung. Nach und nach manövrierte er sich in Probleme und verlor nach ein paar groben Fehlern die Partie. Das war allerdings leicht zu verschmerzen, weil die übrigen sechs Parsberger ihre Partien gewinnen konnten. Thomas Koch spielte seinen Gegner standesgemäß an die Wand. In einer überlegenen Stellung erhöhte er den Druck immer weiter, bis die gegnerische Verteidigung schließlich komplett auseinanderbrach. Ebenfalls mit großem Eröffnungsvorteil suchte Peter Baur, wie man ihn kennt, direkt die taktischen Verwicklungen – mit Erfolg: Sein Gegner übersah einen Abzug, was ihn die Dame kostete. Im Gegensatz dazu begann Günter Ehrensbergers Partie zunächst ruhig. Allerdings entfaltete sich dann ein mächtiger Königsangriff, der im 32. Zug zum Erfolg und zum Matt führte. Günter Hirmer brachte seinen jungen Gegner schon früh in große Schwierigkeiten. Dessen Bedenkzeit wurde immer knapper und war im 19. Zug komplett aufgebraucht. Sieg auf Zeit, obwohl auch die Stellung schon klar gewonnen war. Nach ein paar wilden Zügen in der Eröffnung mit Fehlern auf beiden Seiten stand Christoph Knab in seiner Partie mit einem Läufer mehr da. Der Rest war reine Formsache. Die längste Partie des Tages spielte Martin Pfisterer. Er erarbeitete sich einen kleinen Vorteil, konnte in die gegnerische Königsstellung eindringen und gewann schließlich die Qualität. Er musste noch ein paar kleinerer Probleme lösen, bis das Endspiel schließlich einfach zu gewinnen war. Mit einem Gesamtergebnis von 6,5 zu 1,5 war das ein gelungener Saisonauftakt für die erste Mannschaft.

Die zweite Mannschaft spielte an Halloween und erlebte leider einen schaurigen Tag. Stefan Bayerl war mit einem modernen Skandinavier konfrontiert. Nachdem er die Eröffnung gut überstanden hatte verschachtelte sich die Stellung mit wenigen Gelegenheiten für beide Seite. Da zu diesem Zeitpunkt auch die anderen Partien noch ausgeglichen waren einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis. Michael Held probierte das Evans Gambit als neue Eröffnung. Zunächst konnte er seinen Gegner damit unter Druck setzten, der sich aber zäh verteidigte. Nach einer übersehen Fesselung und der deswegen verlorenen Qualität wendete sich jedoch das Blatt. Sein Gegner baute den Vorteil konsequent aus. Kurz vor der Umwandlung eines Bauern gab Michael Held schließlich auf. Manfred Mirwald aus Laaber spielte die Caro Kann Eröffnung mit schwarz. Sehr lange war seine Partie ausgeglichen. Gegen Ende des Mittelspiels übersah er leider einen Königsangriff. Dieser führte überraschend bis zu einem unausweichlichen Matt. Gerhard Goletz auf Brett 4 eroberte erst die Qualität und dann sogar eine Figur. Erst im Endspiel unterliefen ihm zwei entscheidende Fehler. Erst lies er seine Mehrfigur stehen und tauschte dann so unglücklich ab, dass sein Gegner plötzlich einen Läufer mehr hatte. Da neben den Königen ansonsten nur noch zwei Bauern auf dem Brett waren bedeutete dies nach wenigen weiteren Zügen den Sieg für seinen Gegner. Somit unterlag die zweite Mannschaft deutlich 3,5 zu 0,5.

Schön war aber, dass viele Parsberger Spieler, die nur zu den Mannschaftsspielen kommen, jetzt endlich wieder aktiv für den TV Parsberg kämpfen konnten.