Parsberg II gewinnt kampflos

Voller Tatendrang, gute aufgestellt und bester Laune warteten wir auf unsere Gegner, als der Anruf eine Viertelstunde vor Spielbeginn kam, dass die Kelheimer abgesagt hatten und kampflos aufgaben. Etwas ärgerlich, da die Bretter aufgebaut waren und so mancher von uns gestern extra früher ins Bett ging, um fit zu sein.

Von Manfred Mirbeth kam dann der Vorschlag, wenn wir schon da wären, wir doch gegeneinander Schach spielen könnten. So legte die zweite Mannschaft eine spontane Übungseinheit ein.

In der Tabelle kletterten wir durch den Punktgewinn um einen Platz auf den fünften Platz vor.

Jugendmannschaft steigt auf

Jahreshauptversammlung TVP Abteilung Schach

Oberpfälzer Schulschach-Meisterschaft

Am 18.11.22 fand in der Mittelschule Parsberg die Schulschach-Meisterschaft der Oberpfalz statt. Die Schachabteilung des TVP unterstützte dieses Turnier. So stellten wir Schiedsrichter und sorgten für das Catering und sorgten so dafür, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg wurde.

Hier der Zeitungsartikel über das Turnier:

Parsberg I und II gegen Tegernheim I und III

Beim zweiten Spieltag kam es für beide Parsberger Mannschaften zu einem Duell gegen Tegernheim.

Die erste Mannschaft durfte gegen die erste der Tegernheimer antreten. Mannschaftsführer Ferdinand Walter hatte es wieder einige Mühe gekostet acht Spieler zu finden, aber Dank der Verstärkung aus der zweiten Mannschaft waren die Parsberger vollständig angetreten. Der DWZ-Schnitt der beiden Mannschaften sprach leicht für Tegernheim, da diese auf den hinteren Brettern stärker aufgestellt waren. Gegen denselben Gegner wie in der Vorsaison begann Ferdinand Walters Partie auch mit einer sehr ähnlichen Eröffnung – wieder mit kleinem Vorteil, der sich nach ein paar Ungenauigkeiten des Gegners immer weiter verstärkte. Am Ende konnten nicht mehr alle Drohungen verteidigt werden und Ferdinand gewann. Auch Thomas Koch erspielte sich in der Eröffnung einen noch viel größeren Vorteil. In der relativ geschlossenen Stellung fand er jedoch keinen Weg entscheidend durchzubrechen. Nach ein paar Abtäuschen blieb schließlich nur noch ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern – ein klares Remis. Ähnlich lief es auf Brett drei, wo sich Peter Baur zunächst in einem klar besseren Endspiel wiederfand. Auch er sah den richtigen Gewinnweg leider nicht. Stattdessen tauschte er unglücklich ab, sodass sich auch hier der Gegner mit ungleichen Läufern in ein Unentschieden retten konnte. Günter Ehrensberger begann seine Partie sehr stark und startete einen Königsangriff, aus dem sich sein Gegner nur knapp retten konnte. In dem resultierenden, zwar besseren aber extrem komplizierten, Endspiel mit Dame gegen zwei Türme unterliefen Günter leider ein paar Fehler, die dann sogar noch zu einer Niederlage führten. Auf Brett fünf kam Florian Mirbeth zu Beginn etwas in Nachteil. Er verteidigte jedoch gut und konnte die Stellung nach und nach wieder ausgleichen und ein Remis halten. Günter Hirmer hatte leider einen sehr schlechten Tag und kam gegen seine starke Gegnerin gleich in der Eröffnung stark in Bedrängnis. Kurzzeitig schien es, als könne er sich nochmal befreien und Gegenspiel entwickeln. Dieses wurde aber gut pariert und Günter verlor die Partie. Auch Martin Pfisterer kam nicht besonders gut aus der Eröffnung. Die Situation verschlimmerte sich immer mehr: Zuerst ging ein Bauer verloren, danach die Qualität, bis schließlich der gegnerische Stellungs- und Materialvorteil einfach zu groß wurden. Auf Brett acht gelang es Stefan Bayerl leider nicht, die Fehler seines Gegners in der Eröffnung auszunutzen. Sein anfangs großer Vorteil löste sich im Verlauf der Partie auf. Am Ende einigte er sich mit nur noch leicht besserer Stellung auf ein Remis, was angesichts des deutlich höher gewerteten Gegners dennoch ein gutes Ergebnis ist. Insgesamt gewann Tegernheim den Wettkampf mit 3 zu 5, was in der Bezirksliga Süd momentan leider den letzten Platz für die Parsberger bedeutet.

Während die erste Mannschaft ein Heimspiel hatte, musste die zweite Mannschaft nach Tegernheim fahren, wo sie von der dritten Mannschaft empfangen wurden. Wegen der Verstärkung für die erste Mannschaft kam Tizian Wittl zu seinem ersten Einsatz. Da die zweite Mannschaft von Tegernheim ebenfalls spielte, waren 20 Schachspieler anwesend, von denen Tizian mit Abstand der jüngste war. Er zeigte aber keinerlei Lampenfieber, spielte munter drauf los und erwies sich seinem Gegner stets auf Augenhöhe. Nachdem die Leichtfiguren abgetauscht waren, sah er eine Gabel und eroberte so einen Turm. Diesen Vorteil verwandelte er in einen sicheren Punktgewinn. Michael Walter wählte eine aggressive Eröffnung und setzte seine Gegnerin von Beginn an unter Druck. Ihm gelang es so zwei Bauern zu erobern. Seine Gegenspielerin wehrte sich noch lange, aber im Endspiel setzte sich dieser Vorteil durch. Trotz des zwei zu null Rückstands gaben die Tegernheimer nicht klein bei und kämpften weiter. Selbst als alle anderen Partien bereits beendet waren spielten Michael Held und Gerhard Goletz immer noch. Michael Held hatte ein Turmendspiel mit einem Minusbauern vor sich. Trotz all seiner Bemühungen konnte sich sein Gegner nach über 4,5 Stunden durchsetzen. Bei Gerhard Goletz dauerte es sogar noch etwas länger. Er hatte zunächst einen vielversprechenden Angriff, den sein Gegner jedoch gut parierte. Anschließend war die Partei sehr lange ausgeglichen. Im späten Endspiel übersah Gerhard eine Gabel, die den Partieverlust bedeutete. Somit endete das Duell der Mannschaften 2 zu 2 und die zweite Mannschaft konnte sich über den ersten Punkt freuen. Damit liegt Parsberg II aktuell auf dem 6. Platz in der Kreisklasse II Süd von 8 Mannschaften. 

Schachturnier an der Realschule

 

Die Schachabteilung veranstaltete am letzten Schultag vor den Allerheiligen-Ferien an der Edith-Stein-Realschule ein Schachturnier.

Mitte November findet das Schulschachturnier der Oberpfalz an der Mittelschule in Parsberg statt. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis veranstaltete die Schachabteilung des TV Parsberg an der ESR ein Schachturnier für die Schüler*innen der Real- und Mittelschule. 31 Schüler meldeten sich dafür an. Nach einer kurzen Einweisung über das Verhalten bei Schachturnieren durch den Jugendleiter des TVP Stefan Bayerl ging es auch schon los. In neun Runden spielten die Schüler*innen immer wieder gegen neue Gegner. Gesamtsieger wurde schließlich Jonas Bayerl. Aber alle Teilnehmer waren von der schönen Atmosphäre, den teilweise sehr spannenden Partien und der Abwechslung kurz vor den Ferien sehr angetan. Wegen dem erfolgreichen Turnier und der guten Spielweise der Schüler*innen werden bei der Schulschachmeisterschaft der Oberpfalz jeweils eine Mannschaft der Real- und Mittelschule versuchen, in das Turniergeschehen einzugreifen.

Neue Vereinsturniere

Unsere interne Turniersaison startet wieder:

 

Langzeit (1h plus 30sec./Zug): 16.11.22, 14.12.22, 25.01.23, 01.03.23, 19.04.23, 17.05.23

Kurzzeit (20min plus 10sec./Zug): 23.11.22, 11.01.23, 01.02.23, 15.03.23, 03.05.23, 24.05.23

Hier wieder zwei Runden pro Spieltag.

Beginn ist jeweils um 20.00 Uhr, wobei wir hier gerne Rücksicht auf die einzelnen Bedürfnisse der Teilnehmner nehmen. Sollten Jugendliche mitspielen wollen verlegen wir deren Spielbeginn auf 19.00 Uhr. Natürlich dürfen Spiele auch an den Analyse-Abenden stattfinden. Ausstehende Partien nach Pfingsten werden dann terminiert.

Außerdem ist geplant:

07.12.22 Blitzturnier

21.12.22 Weihnachtsblitz

15.02.23 Faschingsgaudi-Blitz

29.03.23 Blitzturnier

Turnierleiter Christoph Knab und der Abteilungsleiter hoffen auf zahlreiche Teilnehmer.

Parsberg I und II verlieren unglücklich

Leider startete die neue Schachsaison für unsere beiden Mannschaften mit einer unglücklichen Niederlage.

Unsere erste Mannschaft durfte am ersten Spieltag nach Riedenburg fahren. Bereits im Vorfeld hatte es leider viele Absagen gegeben, sodass Stefan Bayerl aus der zweiten Mannschaft aushelfen musste. Michael Walter erfuhr in der Nacht vor dem Spiel, dass er Kontakt mit einer Corona-infizierten Person gehabt hatte. Sportlich fair wollte er niemanden gefährden und verzichtete auf seinen Einsatz. Dies bedeutete jedoch, dass das achte Brett leer blieb und Riedenburg 1 zu 0 führte. Thomas Koch und Manfred Mirwald konnten in Riedenburg gegen jeweils stärkere Gegner gewinnen. Mit Schwarz erspielte sich Thomas schon bald einen kleinen Vorteil, den er konsequent weiter ausbaute und im Endspiel schließlich in einen klaren Sieg verwandelte. Auch Manfreds Partie entwickelte sich zu einem besseren Endspiel – zunächst zu einem Bauernendspiel und anschließend zu einem Damenendspiel – denn beide Seiten konnten jeweils einen Bauern umwandeln. Mit zwei Mehrbauern brachte der erneute Damentausch schließlich die Entscheidung. Ferdinand Walter und Florian Mirbeth gelang das Kunststück gegen Gegner, die 200, bzw. sogar 300 DWZ-Punkte stärker gelistet waren, jeweils Remis zu spielen. Ferdinand stand von Beginn an deutlich besser, zwischenzeitlich sogar klar auf Gewinn. Da er den richtigen Weg jedoch nicht sah und sein Gegner hartnäckig verteidigte, endete die Partie leider nur Remis. Florian spielte eine sehr abwechslungsreiche Partie mit vielen Möglichkeiten für beide Spieler. Er behielt dabei immer den Überblick und wickelte schließlich in eine sichere Remisstellung ab. Auch Stefan Bayerl erkämpfte ein Unentschieden und bewies, dass er spieltechnisch auch dauerhaft in der ersten Mannschaft eingesetzt werden könnte. Pechvogel des Tages war Peter Baur, der eine eigentlich aussichtsreiche Stellung innerhalb von zwei Zügen in eine unabwendbare Niederlage umwandelte. Da auch Günter Hirmer seine Partie verlor, gewann Riedenburg denkbar knapp mit 4,5 zu 3,5. Dieses knappe Ergebnis schmerzt natürlich, wenn man bedenkt, dass wir nur zu siebt angetreten sind. Die zweite Mannschaft durfte zu Bavaria VII nach Regensburg fahren. Dort spielte gleichzeitig die zweite Frauen Bundesliga und die Frauen Regionalliga. So kam es zu der für Schach immer noch ungewöhnlichen Situation, dass von den 48 anwesenden und Schach spielenden Personen 41 Frauen waren. Gerhard Goletz bekam es mit dem oberpfälzischen U8 Meister zu tun, der eine vorläufige DWZ von 1300 hat. Aktuell spielt er in der U10 um gegen stärkere Gegner zu spielen. Zum Glück wusste Gerhard davon nichts und spielte munter drauf los. So gelang es ihm die Dame zu erobern. Danach spielte er auf Sicherheit, brachte seine Stellung in Ordnung und nutzte erst dann seinen Figurenvorteil, um ein einen siegbringenden Angriff zu starten. Albert Scheuerer hatte eine meist ausgeglichene Stellung vor sich. Nach einem größeren Abtausch drohte sein Gegner immer wieder einen der verblieben Bauern zu erobern. Albert wusste dies immer wieder zu verhindern und drohte selbst immer wieder einen Mattangriff zu starten. Da dies sein Gegner immer rechtzeitig erkannte, war das Remis logisch. Michael Held hatte in der Eröffnung etwas überhastet gezogen und musste deswegen lange gegen einen positionellen Nachteil ankämpfen. Gerade als er mit einer schönen Kombination die Qualität gewonnen hatte, unterschätzte er einen Angriff, der schließlich zum Matt führte. Marie-Theres Neumeier hatte sehr lange eine ausgeglichene Stellung vor sich. Dann glaubte sie mit der Dame einen Bauern gewinnen zu können. Leider übersah sie, dass ihre Dame dann keine Fluchtfelder mehr hatte. Durch diesen Fehler war die Partie entschieden. Somit verlor auch die zweite Mannschaft mit dem knapp möglichsten Ergebnis 1,5 zu 2,5.

Ferdinand Walter doppelter Vereinsmeister

Die vor fast einem Jahr gestartete Vereinsmeisterschaft wurde jetzt beendet. Turnierleiter Christoph Knab war es mit viele Geduld gelungen, dass die noch fehlenden Partien nachgeholt wurden. Am vergangenen Mittwoch wurde die letzte noch ausstehende Partie ausgespielt. Ferdinand Walter blieb seiner Favoritenrolle gerecht und gewann die interessante Partie gegen Florian Mirbeth. Bei der gespielten Caro Kann Verteidigung gab es viele Möglichkeiten und die Kiebitze hatten reichlich Gelegenheit zum Mitdenken. Da Ferdinand Walter auch von seinen restlichen sieben Partien sechs gewonnen und nur gegen Günter Hirmer einen halben Punkt abgegeben hatte wurde er souverän Meister in der Kategorie Langzeitpartie (45min + 30 Sekunden pro Zug). Peter Bauer wurde mit 6 Punkten zweiter. Dieser wurde nur von Ferdinand Walter geschlagen und gab zweimal Remis, alle anderen Partien gewann er. Den dritten Platz sicherte sich Günter Hirmer mit 5 Punkten aus 8 Spielen. Lobenswert ist, dass alle Teilnehmer trotz der Widrigkeiten durch die Pandemie und der langen Turnierdauer bis zum Schluss durchhielten und alle angesetzten Partien gespielt wurden.

In der Kategorie Kurzzeitpartie (20 min + 2 Sekunden pro Zug) steht ebenfalls schon Ferdinand Walter als Sieger mit 8 aus 9 möglichen Punkten fest. Den zweiten Platz sicherte sich Christoph Knab mit 7 Punkten. Der dritte Platz hängt vom Ausgang der letzten noch fehlenden Partie zwischen Günter Ernsberger und Florian Mirbeth ab, die hoffentlich bald nachgeholt wird. Von den 10 angetretenen Spieler*innen trat nur ein Spieler zurück. Alle anderen hielten auch hier trotz der langen Turnierdauer durch.

Die beiden Turniere haben gezeigt, dass die Schachabteilung jetzt wieder so viele aktive Spieler und Spielerinnen hat, dass es bei internen Vereinsturnieren zu spannenden Begegnungen kommt.

Jahresbericht der Schachabteilung

Nachdem die vorhergehende Saison wegen Corona-Beschränkungen abgesagt worden war, stieg die Spannung für die neue Saison 21/22. Zum ersten Mal kamen jetzt auch die Neuzugänge aus Laaber zum Einsatz – der Parsberger Kader so stark wie lange nicht. Entsprechend furios war der Saisonauftakt der ersten Mannschaft in der Bezirksliga. Ein 6,5 – 1.5 Sieg in Kelheim sorgte für eine vielversprechende Ausgangssituation. Darauf folgte allerdings eine ebenso klare Niederlage gegen die Regensburger Turnerschaft. Nach zwei weiteren, jedoch sehr knapp (3,5 – 4,5) verlorenen Begegnungen, bei denen eindeutig mehr zu holen gewesen wäre, war nach vorne nicht mehr viel zu machen. Die letzten beiden Spieltage fand die Mannschaft zu ihrer Stärke zurück und gewann noch zweimal klar mit 6 – 2 und 5,5 – 2,5. Damit sicherten sich die Parsberger den 4. Platz, genau in der Tabellenmitte. Für die zweite Mannschaft in der Kreisliga II war die Saison leider kürzer als erwartet. Nachdem im Laufe der Spielzeit drei Gegner ihre Mannschaften zurückgezogen haben, schrumpfte die Liga auf 7 Teilnehmer, natürlich die vermeintlich stärkeren. Der erste Kampf gegen Tegernheim III ging auch gleich mit 0,5 – 3,5 verloren. Davon nicht entmutigt, entschieden die Parsberger die zweite Runde mit 2,5 – 1,5 für sich. Danach folgten ein Unentschieden und ein souveräner 4 – 0 Sieg. Leider wurde die Euphorie dann durch die 1 – 3 Niederlage in Dietfurt wieder gedämpft. Die letzte Runde musste leider kampflos abgegeben werden, weil die gesamte zweite Mannschaft in der ersten aushelfen musste. Tatsächlich spielten an den zwei letzten Spieltagen der ersten Mannschaft drei bzw. sogar vier Spieler mit, die ansonsten eher der Zweiten zugeordnet waren. Beide wurden gewonnen! Das zeigt, wie gut die Parsberger Schachabteilung aktuell aufgestellt ist. Die zweite Mannschaft landete am Ende auf dem sechsten Platz, punktgleich mit Platz vier und fünf, ebenfalls in der Tabellenmitte. Schluss mit durchschnittlichen Ergebnissen, hier kommt die Parsberger Jugendmannschaft! Diese wurde in der U20 Kreisliga Süd ohne Punktverlust Meister und steigt damit in die Bezirksliga auf. Tatsächlich gingen die ganze Saison über nur 4 Einzelbrettpunkte verloren. Nikita Gerber hatte auf Brett 4 leider oftmals keinen Gegner und sicherte kampflose Punkte. Von den beiden gespielten Partien gewann und verlor er jeweils eine. Auf Brett 3 gewann Tizian Wittl jede einzelne seiner Spiele, 6 aus 6 Punkte. Respekt! Genauso hervorragend punktete Lena Bayerl auf Brett 2, verlor nur eine Partie und gewann die anderen fünf. Ihr Bruder Jonas Bayerl hatte auf Brett 1 mit Abstand die stärksten Gegner, holte dort aber auch mit drei Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage, 4 aus 6 Punkte. Insgesamt eine gigantische Saison – Höchste Zeit für neue Herausforderungen in der Bezirksliga! Die Teilnahme am 4er-Pokal verlief diese Saison alles andere als erwartet. Nach dem Freilos in der ersten Runde musste die zweite aus verschiedenen Gründen, mal von Parsberger Seite, mal seitens des Gegners, immer wieder verschoben werden. Weil auch die Ligaspieltage durch Verschiebungen sehr nah beieinander lagen, fand sich am Ende tatsächlich kein passender Termin mehr. Angesichts der möglichen nächsten Runde, die ebenfalls personell schwierig geworden wäre, überließ Parsberg der Damenmannschaft von Bavaria den Vortritt. Nach langer Zeit ohne, bzw. mit nur vereinzelten sehr zähen internen Turnieren, wurden in der vergangenen Saison sogar gleich zwei parallel durchgeführt. Ein Schnellschachturnier und die Vereinsmeisterschaft mit traditionell längerer Bedenkzeit. Mit 9 bzw. 10 Teilnehmern wurden beide Turniere sehr gut angenommen. Anders als in den Vorjahren wurden dieses Mal feste Termine für die Partien angesetzt und so konnten beide Wettbewerbe relativ planmäßig durchgezogen werden. Aktuell stehen insgesamt nur noch drei Partien aus. Zusätzlich nahmen einige Parsberger auch wieder an Turnieren des Schachverbands Oberpfalz teil, sowie an bayerischen Meisterschaften und verschiedenen offenen Turnieren in der Umgebung. Am eifrigsten waren dabei, wie auch schon die Jahre zuvor, die Jugendlichen, Tizian Wittl und die drei Geschwister Jonas, Lena und Veronika Bayerl. Insbesondere bei den Turnieren in der Oberpfalz waren hervorragende Ergebnisse dabei. Bei der Einzelmeisterschaft erspielten sich Jonas und Tizian den 2. bzw. 4. Platz in der Gruppe M4. Auf der Oberpfälzer Jugendblitzmeisterschaft wurde Jonas Dritter in der U16, während Tizian und Lena in ihren Altersgruppen U12 bzw. U14w alle hinter sich ließen und Platz 1 belegten. Noch mehr Pokale gab es für Tizian für den 2. Platz im DWZ-Pokalturnier in Ingolstadt und für die Auszeichnung als bester Jugendlicher in der Heimatfestturnierserie der Schachvereine im Landkreis Cham.

Saisonende: Parsberg I besiegt Bavaria IV deutlich

Am letzten Spieltag der Saison besiegte die erste Mannschaft die Gäste aus Regensburg deutlich mit 5,5 zu 2,5. Damit beendet Parsberg I die Saison in der Bezirksliga auf dem 4. Platz von 7 Mannschaften. Parsberg II wird in der Kreisliga 2 Sechster von zehn Mannschaften.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals in kurzer Hose zu einem Mannschaftskampf gefahren zu sein“, begrüßte Florian Mirbeth seine Mannschaftskollegen. Bedingt durch die Coronapause im Winter haben sich die letzten Spieltage ungewöhnlich spät in den Sommer verschoben. Da viele Spieler wohl deswegen andere Verpflichtungen hatten, gestaltete sich die Aufstellung ungewöhnlich schwierig. Drei Stammspieler der zweiten Mannschaften mussten aushelfen, um alle acht Bretter besetzen zu können.

Aber auch die Regensburger hatten Schwierigkeiten. Sie traten nur zu siebt an. Marie-Theres Neumeier gewann auf Brett 8 kampflos ohne Gegner. Die restlichen Partien entwickelten sich alle zunächst sehr ausgeglichen.

Stefan Bayerl erreichte mit den schwarzen Figuren relativ schnell eine ruhige und ausgeglichene Stellung. Nach einigen Abtäuschen einigte er sich mit seinem Gegner auf ein frühes Remis.

Ebenfalls mit Schwarz erzielte Ferdinand Walter sogar einen kleinen Eröffnungsvorteil. Nach einem Bauernvorstoß öffnete sich die Stellung, wobei der gegnerische König in der Mitte gefangen blieb und schließlich Matt gesetzt wurde.

Für Thomas Koch verlief die Eröffnung weniger gut. Allerdings unterlief seinem Gegner ein schwerer Fehler. Mit Turm gegen Läufer in einer Stellung ohne größere Probleme verwandelte Thomas den Materialvorteil souverän zur 3,5 – 0,5 Führung.

Florian Mirbeth fand in seiner bis dahin ausgeglichenen Partie eine starke Kombination, mit der er zwei Bauern gewann. Wegen der ungleichfarbigen Läufer war das resultierende Endspiel zwar nicht trivial, aber Florian konnte es dennoch in einen Sieg verwandeln.

Bei seinem Saisondebüt hatte Michael Walter mit einem leichten Raumnachteil zu kämpfen. Er hielt jedoch gut dagegen und konnte am Ende sogar einen Bauern gewinnen. Dafür mussten seine Figuren aber sehr passive Positionen einnehmen, sodass der Mehrbauer nur für ein Unentschieden reichte.

Pechvogel des Tages war Christoph Knab. Sein Gegner bedrohte ihn mit einer unkorrekten Gabel. Leider übersah Christoph die richtige Fortsetzung für seine weißen Steine und verlor einen Bauern. Diesen Vorteil nutzte sein Gegner konsequent, eroberte noch einen weiteren Bauern, so dass Christoph nur noch die Aufgabe blieb.

Michael Held gelang es im Mittelspiel einen Bauern zu erobern. Leider genügte in seiner Stellung dieser nicht zu einem Sieg, weshalb er das Remisangebot seines Gegenspielers annahm.

Somit endet der letzte Spieltag mit einem schönen 5,5, zu 2,5 für Parsberg I. Nachdem Parsberg I viele Jahre gegen den Abstieg kämpfte, endet diese Saison für uns genau in der Mitte der Liga auf Platz 4. Dies ist sicherlich der Verstärkung aus Laaber geschuldet. Da wir einige Spiele knapp verloren haben können wir frohen Mutes in die kommende Saison ab Herbst gehen.

Da Parsberg II für das letzte Saisonspiel, das keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle hat, nicht mehr genügend Spieler hat, geben wir dieses kampflos verloren. In der Kreisliga 2 wurden Coronabedingt nur die Hälfte der angesetzten Spiele auch wirklich durchgeführt. Parsberg II zählte hier zu den zuverlässigsten Teams mit den meisten Spielantritten. Die Saison endet auf dem 6. Platz von zehn zunächst gemeldeten Mannschaften.

 

 

Siegesserie gerissen – Parsberg II unterliegt Dietfurt I

Leider riss die Siegesserie der Schachabteilung des TV Parsberg. Die zweite Mannschaft musste sich der ersten Mannschaft aus Dietfurt 3 zu 1 geschlagen geben.

Da die Dietfurter mit einer starken Aufstellung und einem Teamschnitt von über 200 DWZ Punkten mehr antraten war von Anfang an klar, dass es für die Parsberger nicht leicht werden würde. Günter Hirmer trat bei seinem ersten Einsatz für die zweite Mannschaft am Spitzenbrett an. Da weder er noch sein Gegner Fehler machten war die Stellung stets sehr ausgeglichen. Auch der Abtausch einiger Figuren brachte keine Vorteile für eine Seite. Deswegen nahm Günter nach 2 Stunden Spielzeit das angebotene Remis des Dietfurters an. Gerhard Goletz auf Brett 4 hatte den stärksten Spieler des TSV Dietfurt als Gegner. Im 12. Zug übersah Gerhard eine Gabel und verlor so die Qualität. Er kämpfte tapfer weiter und hoffte auf einen Mattangriff, aber sein Gegenspieler hatte stets den Überblick und baute seinen Vorteil konsequent aus. Nach 2 ½ Stunden Spielzeit sah Gerhard für sich keine Möglichkeit mehr und gab auf. Auch Marie-Theres Neumeier hatte nicht den besten Tag erwischt. Am Ende der Eröffnung übersah sie, dass eine ihrer Leichtfiguren nicht gedeckt war. Ihr Gegenspieler spielte daraufhin äußerst vorsichtig und defensiv weiter, da er wusste, dass die Mehrfigur langfristig den Sieg bedeuten sollte. Er ließ Marie keine Chance auf einen richtigen Angriff, tauschte geschickt ab, bis die Partie in ein für ihn gewonnenes Endspiel geendet war. Michael Held kämpfte auf Brett 2 gegen einen um 100 DWZ Punkte besseren Dietfurter. Die gespielte französische Abtausch Variante endet häufig Remis. So entwickelte sich auch dieses Spiel sehr ausgeglichen. Michael Held zog aber leider einen weit vorgedrungenen Läufer nicht rechtzeitig zurück, so dass diesen der Dietfurter gewann. Dann erwies er sich aber als zu gierig und schlug einen Bauern, wodurch Michael Held durch Dauerschach ein Remis erzwingen konnte. Parsberg II steht aktuell auf Platz 6 der Tabelle. Bei einem Sieg am letzten Spieltag der Saison könnten sie bis auf Platz 3 vorrücken, haben es aber mit den bisher ungeschlagenen Riedenburger zu tun.

Parsberg I besiegt SF Tegernheim

Auch für die erste Mannschaft verlief der Spieltag äußerst erfolgreich. Die Parsberger besiegten die Schachfreunde aus Tegernheim deutlich mit 6 zu 2.

Im Vorfeld hatten beide Mannschaften mit Besetzungsproblemen zu kämpfen. Allerdings konnten die Parsberger diese etwas besser lösen. Da die Tegernheimer das Brett 8 nicht besetzen konnten, gewann Gerhard Goletz kampflos. Die restlichen Partien versprachen sehr spannend zu werden, da alle Spieler ungefähr die gleiche Spielstärke aufwiesen.

Peter Baur spielte mit Schwarz. Sein Gegner berechnete einen Angriff falsch und opferte eine Figur. Da Peter den Angriff abwehren konnte, war dies die Entscheidung und Peter brachte den Vorteil sicher zum 2:0 für Parsberg.

Die Stellung von Thomas Koch war leicht besser, als er eine komplizierte Abwicklung nicht ganz bis zum Ende durchrechnete. Anstatt eines Figurengewinns brachte der Abtausch leider nur ein sehr ausgeglichenes Endspiel hervor, das sogleich in einem Unentschieden endete.

Dass die drei Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft auch in der ersten punkten können, bewies Albert Scheuerer. Er hatte mit einer schönen Kombination einen Bauern gewonnen. Im Endspiel gelang es ihm dann zwei weitere Bauern zu gewinnen, so dass es schließlich 3,5 zu 0,5 für Parsberg stand.

Bei Martin Pfisterer gab es das Kuriosum, dass ein illegaler Zug gemacht wurde und die Partie kurz unterbrochen werden musste. So ergab sich einer der seltenen Schiedsrichtereinsätze beim Schach. Nach kurzer fairer Diskussion wurde die Partie regelgerecht beendet. Martin war in eine Fesselung geraten, aus der er sich nicht befreien konnte und die letztendlich spielentscheidend war.

Am Spitzenbrett kämpfte wie gewohnt Ferdinand Walter für Parsberg. In einer geschlossenen Stellung konnte er sich einen Vorteil erarbeiten, den er dazu nutzte, durch einen großen Abtausch in ein klar besseres Endspiel überzuleiten. Begünstigt durch einige Fehler seines Gegners in Zeitnot konnte er dieses dann relativ schnell gewinnen.

Auf Brett 6 war es Stefan Bayerl gelungen aus einer besseren Stellung einen Figurengewinn herauszuspielen. Leider wickelte er das Endspiel unglücklich ab, so dass sich sein Gegner in ein Remis retten konnte.

Die längste Partie des Tages spielte Martin Engl auf Brett 4. Erst nach über 4,5 Stunden gab sein Gegner auf. Martin hatte sich einen so gewaltigen Vorteil erspielt, dass er selbst nach einem Aussetzer und Damenverlust, noch besser stand. Am Ende verhalft ihm eine schöne Kombination zu einem Endspiel mit einem Läufer mehr, das zwar noch etwas dauerte, aber schließlich sicher zum 6:2 Endstand verwandelt werden konnte.

In der Tabelle steht Parsberg damit genau in der Mitte, nämlich auf dem 4. Platz von 7 Mannschaften. Vor dem letzten Spieltag ist dies ein deutliches Zeichen, dass sich die erste Mannschaft gerade durch die personelle Verstärkung aus Laaber gut in der Bezirksliga halten kann.      

Parsberg II siegt souverän gegen Kelheim V

Am achten Spieltag gelang der zweiten Mannschaft ein souveräner Sieg gegen die angereisten Kelheimer. Auf allen vier Brettern stand schließlich der Punkt für Parsberg. Die Kelheimer traten arg ersatzgeschwächt auf. So spielte auf Brett 1 der auf dem 11. Platz der Liste gesetzte Spieler und auf Brett 4 die Nummer 39. Bereits nach 50 Minuten konnte Gerhard Goletz den ersten Punkt für Parsberg verbuchen. Seine Gegnerin machte viele kleine Fehler, die Gerhard konsequent ausnutzte. Zug für Zug verbesserte sich seine Stellung. Einem mächtigen Angriff zum Schluss musste sich die Kelheimerin schließlich geschlagen geben. Bereits zu diesem Zeitpunkt standen die anderen drei Bretter ausgeglichen oder besser. Nach weiteren 40 Minuten sorgte Marie-Theres Neumeier für das 2:0. Marie wollte eigentlich einen viel versprechenden Angriff auf der g-Linie starten, als sich ihr die Gelegenheit bot durch eine Springergabel die Dame zu erobern. Als sie durch eine zweite Gabel auch noch einen Turm erobern konnte war die Partie endgültig entschieden. Marie brachte diesen Vorteil sicher zum zweiten Punkt für Parsberg. Auf Brett 3 war es Jonas Bayerl ebenfalls durch eine Springergabel gelungen, eine Figur zu erobern. Sein Gegner leistete tapfer Widerstand, aber Jonas behielt den Materialvorteil bis zum Endspiel. Als nur noch wenige Bauern auf dem Brett standen war der gewonnene Läufer von Jonas die entscheidende Figur. Die längste Partie des Tages spielte Michael Held am Spitzenbrett. Am Ende der Eröffnung konnte er einen Bauern gewinnen, musste dafür aber einen Gegenangriff in Kauf nehmen. Es zog sich lange hin, bis dieser abgewehrt war und Michael den Gegner angreifen konnte. Bei diesem gelang es ihm schließlich zwei weitere Bauern zu gewinnen, womit das Endspiel entschieden war. Insgesamt hatten wir uns bereits im Vorfeld Hoffnung auf einen Mannschaftssieg gemacht, dass dieser aber so deutlich ausfiel, war die angenehme Überraschung dieses Spieltags für uns.

Schachabteilung bei der Vereinsmeile

Der verkaufsoffene Sonntag wurde durch eine Vereinsmeile bereichert. Am Stand des TV Parsberg beteiligte sich die Schachabteilung. Interessierte wurden über das Abteilungsleben informiert oder zu einer Partie Schach eingeladen.

Erste Mannschaft gegen Post/Süd

Erstmals spielte die Schachabteilung in der Mittelschule gegen die stark aufgestellten Regensburger von Post Süd. Der Kampf endete mit einer knappen Niederlage.

Da es wegen der Corona-Teststation, die sonntags immer im TV-Heim öffnet, zu Terminüberschneidungen mit den Mannschaftskämpfen kommt, spielte die erste Mannschaft diesmal im Mehrzweckraum der Mittelschule Parsberg. Dank der Erlaubnis durch Bürgermeister und Schulleitung sowie der Unterstützung durch den Hausmeister wurden die Partien unter perfekten Schachvoraussetzungen und absoluter Ruhe gestartet.

Da die Regensburger an fünf Brettern mit einer höheren Wertungszahl antraten, war klar, dass vor den Parsbergern eine schwierige Aufgabe lag.

Bereits nach nur etwas über einer halben Stunde einigten sich Thomas Koch und sein Gegner nach der beendeten Eröffnung auf Remis. Thomas fühlte sich nicht in Form und sein Gegner war extra aus Starnberg angereist, weswegen beide mit dem Remis zufrieden waren.

Christoph Knab war etwas erstaunt, als sein Gegner seine einzige entwickelte Leichtfigur gegen einen Springer tauschte, der noch unberührt auf der Grundlinie stand. Der daraus resultierende Entwicklungsvorsprung war allerdings nicht so entscheidend, weswegen Christoph das angebotene Remis annahm.

Nach eine sehr ruhigen Eröffnung verlor Martin Pfisterer zwar zunächst einen Bauern. Dafür war ein Bauer seines Gegners aber weit vorgerückt und nur schwer zu verteidigen. Als Martin ihn schließlich eroberte, war die Stellung wieder ausgeglichen und die beiden einigten sich auf Unentschieden.

Günter Ehrensberger war mit der Sizilianischen Verteidigung konfrontiert. Da weder sein Gegner noch er einen größeren Fehler machten, teilten sich auch in dieser Partie die zwei die Punkte.

Peter Baurs Partie verlief in einer seltenen Variante lange nach der Theorie. Nach der Eröffnung tauschte er leider so ab, dass sein Gegner ein starkes Läuferpaar erhielt, während Peter mit Läufer und Springer weiter kämpfte. Unter Zeitnot gelangen ihm nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge, so dass er die Partie schließlich aufgeben musste.

Florian Mirbeths Gegner entschärfte die eigentlich aggressive Eröffnung. Es gab zwar immer wieder Verwicklungen, aber schließlich endete das Spiel in einem ausgeglichenen Endspiel.

Leichte Schwierigkeiten in der Eröffnung hatte Günter Hirmer. Im Mittelspiel kämpfte er sich jedoch zurück und konnte seinen Gegenspieler sogar unter Druck setzen. Einen möglichen Gewinnzug wurde von ihm leider übersehen. Stattdessen wickelte er durch einen großen Abtausch in ein Remis ab.

Am Spitzenbrett stand Ferdinand Walter sehr lange besser als sein Gegner. Seine Partie endete in einem Endspiel mit drei Bauern gegen einen Springer. Diese eigentlich gewonnen Konstellation wickelte Ferdinand leider falsch ab, so dass sein Gegner sich in ein Remis retten konnte.

Gegen die starken Regensburger von Post Süd mussten sich die Erste von Parsberg somit unerwartet knapp geschlagen geben. Nach 5 von 7 Runden steht Parsberg auf dem 5. Tabellenplatz.

Erste Mannschaft unterliegt der Regensburger Turnerschaft

Auch in der Bezirksliga wurde nach der Corona-Pause wieder die unterbrochene Meisterschaft fortgesetzt. Die erste Mannschaft musste sich der Regensburger Turnerschaft geschlagen geben.

Dass es für die erste Mannschaft nicht leicht werden würde, war schon an der Aufstellung ersichtlich. Während die Regensburger fast mit Bestbesetzung antraten plagte Parsberg Personalnot. Die Turnerschaft war so auf jedem Brett besser besetzt, teilweise um 400 DWZ-Punkte.

Wegen der Personalnot kam Michael Held von der zweiten Mannschaft zu seinem ersten Einsatz in der Ersten. Leider geriet er gleich zu Anfang in eine Eröffnungsfalle und verlor nach einer halben Stunde einen Bauern, die Rochade und hatte die schlechtere Stellung. Als erstes musste jedoch Thomas Koch die Segel streichen. Er hatte sich mit Schwarz eine aussichtsreiche Position erspielt. Leider unterliefen ihm dann zwei Fehler und musste seine Dame für einen Turm hergeben, was mit dem Partieverlust gleichzusetzen war.

Günter Ehrensberger auf Brett 4 hatte sich eine ausgeglichene Stellung erspielt, bei der er im Endspiel mit einem Springer gegen einen Läufer kämpfte, wobei beide Spieler noch ihre Türme hatten. Leider übersah er mit seinem Springer einen chancenreichen Zug. Deshalb konnte sein Gegner die Türme auf der siebten Reihe verdoppeln. Weil das Matt unausweichlich war, blieb Günter nur noch die Aufgabe.

Da die Parsberger zu diesem Zeitpunkt auf den übrigen sechs Bretter maximal ausgeglichen standen bot Guenter Hirmer seinem Gegner Remis an. Günter hatte zwar einen Mehrbauern, aber eine äußerst komplizierte Stellung, in welcher der Mehrbauer keinen wirklichen Vorteil bot.     
Dass es uns an Turnierpraxis mit langer Bedenkzeit fehlt, merkte man daran, dass gleich drei Parsberger in Zeitnot gerieten. Peter Bauer hatte für 18 Züge nur noch 4 Minuten Bedenkzeit. Deswegen verlor er auch durch Zeitüberschreitung, wobei sein Endspiel verloren war, da der König seines Gegners in seine Stellung eindringen konnte.

Florian Mirbeth stand gegen seinen um 100 Punkte besseren Gegner sehr ausgeglichen. Leider unterschätzte er dann den Königsangriff seines Gegners. Dieser konnte in die Stellung des rochierten Königs eindringen. Gehandikapt durch Zeitnot fand Florian keine Verteidigung mehr.
Stefan Bayerl auf Brett 7 hatte es mit einem um 400 Punkte besseren Gegner zu tun. Auch ihm war es lange gelungen die Stellung ausgeglichen zu halten. Zeitweise stand er sogar klar besser. Aber dafür musste Stefan viel Zeit verbrauchen und unter ärgster Zeitnot unterlief ihm ein spielentscheidender Fehler.

Somit war der Mannschaftskampf verloren. Dank der Passivität seines Gegners hatte sich Michael Held in die Partie zurückgekämpft. Dieser konnte, obwohl um 200 Punkte besser bewertet, seinen Freibauern nicht ausnutzen und willigte deswegen dem angebotenem Remis zu.

Zu einem echten Schachkrimi entwickelte sich die Partie am Spitzenbrett. Ferdinand Walter trat dort gegen den um 300 Punkte besser bewerteten Dr. Novak an. Mit den weißen Spielfiguren nahm er ein Bauernopfer an, stand dafür aber sehr unter Druck. Allerdings hatten beide Gegner für die letzten 16 Züge nur noch knapp 4 Minuten Zeit. Immer wieder dachten beide bis kurz vor der Zeitüberschreitung nach. Es gelang aber beiden die aufgestellten Drohungen zu verteidigen und die Zeitkontrolle zu meistern. Nachdem diese Hürde genommen war, hatte Ferdinand zwar noch seinen Mehrbauern, aber ein Endspiel mit ungleichen Läufern. Deswegen einigten sich die beiden auf Remis.

Parsberg II spielt Remis gegen Tegernheim IV

Nach nur zwei Mannschaftskämpfen musste die Meisterschaft in der Kreisliga 2 Süd für drei Monate unterbrochen werden. Am Sonntag (6.3.22) konnte die Liga endlich fortgesetzt werden. Dies gleich mit dem 6. Spieltag, da die ausgefallen Spieltage am Ende der ursprünglichen Saison nachgeholt werden. Die zweite Mannschaft des TVP gelang nach langem und hartem Kampf ein Unentschieden gegen die Tegernheimer Gäste. Die jeweiligen Kontrahenten waren bezüglich der Spielstärke relativ gleich, womit der Ausgang des Mannschaftskampfes nicht absehbar war. So entwickelten sich alle Partien ziemlich ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Parsberger. Auch Jonas Bayerl konnte sich als jüngster Spieler beider Mannschaften bei seinem Debüt in der zweiten Mannschaft in dieser Saison leichte Vorteile erarbeiten. Nach zwei Stunden konzentrierten Spielens unterlief ihm leider eine Unaufmerksamkeit mit fatalen Folgen. Er übersah ein Matt, wodurch die Tegernheimer in Führung gingen. Am Brett zwei eröffnete Marie-Theres Neumaier mit dem Londoner System. Auch sie erspielte sich zunächst positionelle Vorteile und dann sogar einen Freibauern. Im Endspiel hieß es dann zwei Springer gegen einen Läufer, einen Springer und diesen Freibauern von Marie. Leider entdeckte sie keinen Gewinnweg und nahm deswegen nach drei Stunden Spielzeit das Remis-Angebot ihres Gegners an. In der anschließenden Analyse zeigte sich, dass sie die Partie sogar gewinnen hätte können. Auch Michael Held am Spitzenbrett widerfuhr dieses Schicksal. In der französischen Abtauschvariante entwickelten sich beide Parteien relativ gleich. Einen Angriff konnte Michael gut abwehren. Bei einem Gegenangriff kam es zu einer verzwickten Abtauschkombination. Hier wählte Michael einen sicheren Weg, hätte aber bei einem anderen gewählten Verlauf eine Figur gewinnen können. So endete auch diese Partie unentschieden und der Kampf wurde auf Brett 3 entschieden. Gerhard Goletz kämpfte hier gegen die fast 100 Punkte besser bewertete Birgit Hiltl-Salhofer. Aber auch hier hatte Gerhard sich die bessere Figurenstellung erspielt, wobei er dafür auf die Rocharde verzichten musste. Dafür konnte er einen sehr starken Angriff auf den rochierten König seiner Gegnerin starten. Leider kostete ihm dieser sehr viel Bedenkzeit, so dass er für die letzten Züge nur noch wenige Minuten zum Nachdenken hatte. Genau beim 40. Zug mit der Zeitkontrolle machte seiner Gegnerin einen Fehler und Gerhard hatte mit Matt den zweiten Mannschaftspunkt in seiner Karriere für den TVP erobert. Somit stand es insgesamt unentschieden. Alle Beteiligten fanden dieses Ergebnis nach dem langen Kampf als absolut gerecht.

[21.11.2021] Erster Saisonsieg für Parsberg II

Der zweiten Mannschaft des TV Parsberg gelang in der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd gegen Bavaria VII in Regensburg der erste Saisonsieg mit 1,5 zu 2,5 Punkten.

In der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd musste die zweite Mannschaft in Regensburg antreten. Dort wurde die Hygienevorschriften streng überwacht. So durften nur Spieler mit 2G-Nachweis antreten. Außerdem galt eine Maskenpflicht. Nur sitzend am eigenen Brett durfte die Spieler die Maske absetzen.

Die vier Spiele entwickelten sich sehr ausgeglichen und lange Zeit war auf keinem der Bretter ein deutlicher Vorteil zu sehen. Mannschaftsführer Michael Held hatte sich leichte positionelle Vorteile erkämpft, übersah dann aber ein Schach bei einem Figurenabtausch. So erhielt sein Gegner zu Beginn des Endspiels zwei zentrale Freibauern, die der Regensburger zu einer Dame umwandeln konnte.

Albert Scheuerer verteidigte mit schwarz die Angriffe seines Gegners und konnte einen drohenden Figurenverlust sogar in einen Figurengewinn drehen. Leider musste er dazu seine Königsstellung öffnen. Anschließend hatte er einen Mattangriff, den sein Gegenüber jedoch durch ein Dauerschach in ein Unentschieden abmildern konnte.

Nach drei Stunden Spielzeit stand die Partie auf dem Spitzenbrett ausgeglichen. Allerdings plagte beide Spieler arge Zeitnot. In dieser übersah erst Stefan Bayerl eine Gabel, so dass er die Qualität verlor. Aber dann konnte er seinen Gegner wiederum mit einer Gabel überraschen. Während sein Gegner über die beste Fortsetzung nachdachte fiel seine Zeit und der Punkt ging an Parsberg.

Die längste Partie des Tages spielte Marie-Theres Neumeier auf Brett 4. Selbst als alle Partien des parallel laufenden Wettkampfes von Bavaria VI mit acht Brettern beendet waren kämpfte sie noch. Ihr war es gelungen zwei Bauern zu gewinnen, befand sich dann aber in einem Turmendspiel, bei dem sich ihr Gegner zäh verteidigte. Marie-Theres baute aber ihren Vorteil konsequent aus und konnte ihren Gegner schließlich mit einer umgewandelten Dame Matt setzen.

Somit gewann Parsberg II diese Runde mit 1,5 zu 2,5. In der Tabelle kletterte die Mannschaft deswegen von Platz 8 auf Platz 6.


[31.10.2021] Schachabteilung des TV Parsberg startet in die Saison 2021/22

Dank zahlreicher neuer Mitglieder ist die Schachabteilung des TV Parsberg mit der ersten Mannschaft erfolgreich in die Saison 2021/22 gestartet. Die zweite Mannschaft erlitt zum Auftakt leider eine Niederlage.

Viele Vereine leiden nach der langen Pause durch den Lockdown unter Mitgliederschwund. Die Schachabteilung des TV Parsberg geht hingegen aus Corona mit personeller Verstärkung hervor, da viele Schachspieler des aufgelösten Schachklub Laaber jetzt in Parsberg ihre neue schachliche Heimat gefunden haben.

Bereits am 24.10.21 spielte die erste Mannschaft in Kelheim. Hier wurde die Aufstellung gleich durch drei Spieler aus Laaber verstärkt. Somit trat Parsberg fast mit Bestbesetzung an, während die Kelheimer große Besetzungsprobleme hatten und zahlreiche Ersatzspieler zu dem Wettkampf erschienen. Somit saß jedem Parsberger ein von der Wertungszahl her schwächerer Gegner gegenüber und dem entsprechend erfolgreich verlief der Spieltag. Der Sieg war zu keiner Zeit wirklich gefährdet. Florian Mirbeth spielte die slawische Abtauschvariante. In einer relativ ereignislosen Partie geriet er kurzzeitig leicht in Nachteil. Nach einem großen Abtausch war die Stellung aber wieder ausgeglichen und die Partie endete Remis. Ferdinand Walter spielte ebenfalls eine wenig ambitionierte Eröffnung. Nach und nach manövrierte er sich in Probleme und verlor nach ein paar groben Fehlern die Partie. Das war allerdings leicht zu verschmerzen, weil die übrigen sechs Parsberger ihre Partien gewinnen konnten. Thomas Koch spielte seinen Gegner standesgemäß an die Wand. In einer überlegenen Stellung erhöhte er den Druck immer weiter, bis die gegnerische Verteidigung schließlich komplett auseinanderbrach. Ebenfalls mit großem Eröffnungsvorteil suchte Peter Baur, wie man ihn kennt, direkt die taktischen Verwicklungen – mit Erfolg: Sein Gegner übersah einen Abzug, was ihn die Dame kostete. Im Gegensatz dazu begann Günter Ehrensbergers Partie zunächst ruhig. Allerdings entfaltete sich dann ein mächtiger Königsangriff, der im 32. Zug zum Erfolg und zum Matt führte. Günter Hirmer brachte seinen jungen Gegner schon früh in große Schwierigkeiten. Dessen Bedenkzeit wurde immer knapper und war im 19. Zug komplett aufgebraucht. Sieg auf Zeit, obwohl auch die Stellung schon klar gewonnen war. Nach ein paar wilden Zügen in der Eröffnung mit Fehlern auf beiden Seiten stand Christoph Knab in seiner Partie mit einem Läufer mehr da. Der Rest war reine Formsache. Die längste Partie des Tages spielte Martin Pfisterer. Er erarbeitete sich einen kleinen Vorteil, konnte in die gegnerische Königsstellung eindringen und gewann schließlich die Qualität. Er musste noch ein paar kleinerer Probleme lösen, bis das Endspiel schließlich einfach zu gewinnen war. Mit einem Gesamtergebnis von 6,5 zu 1,5 war das ein gelungener Saisonauftakt für die erste Mannschaft.

Die zweite Mannschaft spielte an Halloween und erlebte leider einen schaurigen Tag. Stefan Bayerl war mit einem modernen Skandinavier konfrontiert. Nachdem er die Eröffnung gut überstanden hatte verschachtelte sich die Stellung mit wenigen Gelegenheiten für beide Seite. Da zu diesem Zeitpunkt auch die anderen Partien noch ausgeglichen waren einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis. Michael Held probierte das Evans Gambit als neue Eröffnung. Zunächst konnte er seinen Gegner damit unter Druck setzten, der sich aber zäh verteidigte. Nach einer übersehen Fesselung und der deswegen verlorenen Qualität wendete sich jedoch das Blatt. Sein Gegner baute den Vorteil konsequent aus. Kurz vor der Umwandlung eines Bauern gab Michael Held schließlich auf. Manfred Mirwald aus Laaber spielte die Caro Kann Eröffnung mit schwarz. Sehr lange war seine Partie ausgeglichen. Gegen Ende des Mittelspiels übersah er leider einen Königsangriff. Dieser führte überraschend bis zu einem unausweichlichen Matt. Gerhard Goletz auf Brett 4 eroberte erst die Qualität und dann sogar eine Figur. Erst im Endspiel unterliefen ihm zwei entscheidende Fehler. Erst lies er seine Mehrfigur stehen und tauschte dann so unglücklich ab, dass sein Gegner plötzlich einen Läufer mehr hatte. Da neben den Königen ansonsten nur noch zwei Bauern auf dem Brett waren bedeutete dies nach wenigen weiteren Zügen den Sieg für seinen Gegner. Somit unterlag die zweite Mannschaft deutlich 3,5 zu 0,5.

Schön war aber, dass viele Parsberger Spieler, die nur zu den Mannschaftsspielen kommen, jetzt endlich wieder aktiv für den TV Parsberg kämpfen konnten.