Parsberg I besiegt SF Tegernheim

Auch für die erste Mannschaft verlief der Spieltag äußerst erfolgreich. Die Parsberger besiegten die Schachfreunde aus Tegernheim deutlich mit 6 zu 2.

Im Vorfeld hatten beide Mannschaften mit Besetzungsproblemen zu kämpfen. Allerdings konnten die Parsberger diese etwas besser lösen. Da die Tegernheimer das Brett 8 nicht besetzen konnten, gewann Gerhard Goletz kampflos. Die restlichen Partien versprachen sehr spannend zu werden, da alle Spieler ungefähr die gleiche Spielstärke aufwiesen.

Peter Baur spielte mit Schwarz. Sein Gegner berechnete einen Angriff falsch und opferte eine Figur. Da Peter den Angriff abwehren konnte, war dies die Entscheidung und Peter brachte den Vorteil sicher zum 2:0 für Parsberg.

Die Stellung von Thomas Koch war leicht besser, als er eine komplizierte Abwicklung nicht ganz bis zum Ende durchrechnete. Anstatt eines Figurengewinns brachte der Abtausch leider nur ein sehr ausgeglichenes Endspiel hervor, das sogleich in einem Unentschieden endete.

Dass die drei Ersatzspieler aus der zweiten Mannschaft auch in der ersten punkten können, bewies Albert Scheuerer. Er hatte mit einer schönen Kombination einen Bauern gewonnen. Im Endspiel gelang es ihm dann zwei weitere Bauern zu gewinnen, so dass es schließlich 3,5 zu 0,5 für Parsberg stand.

Bei Martin Pfisterer gab es das Kuriosum, dass ein illegaler Zug gemacht wurde und die Partie kurz unterbrochen werden musste. So ergab sich einer der seltenen Schiedsrichtereinsätze beim Schach. Nach kurzer fairer Diskussion wurde die Partie regelgerecht beendet. Martin war in eine Fesselung geraten, aus der er sich nicht befreien konnte und die letztendlich spielentscheidend war.

Am Spitzenbrett kämpfte wie gewohnt Ferdinand Walter für Parsberg. In einer geschlossenen Stellung konnte er sich einen Vorteil erarbeiten, den er dazu nutzte, durch einen großen Abtausch in ein klar besseres Endspiel überzuleiten. Begünstigt durch einige Fehler seines Gegners in Zeitnot konnte er dieses dann relativ schnell gewinnen.

Auf Brett 6 war es Stefan Bayerl gelungen aus einer besseren Stellung einen Figurengewinn herauszuspielen. Leider wickelte er das Endspiel unglücklich ab, so dass sich sein Gegner in ein Remis retten konnte.

Die längste Partie des Tages spielte Martin Engl auf Brett 4. Erst nach über 4,5 Stunden gab sein Gegner auf. Martin hatte sich einen so gewaltigen Vorteil erspielt, dass er selbst nach einem Aussetzer und Damenverlust, noch besser stand. Am Ende verhalft ihm eine schöne Kombination zu einem Endspiel mit einem Läufer mehr, das zwar noch etwas dauerte, aber schließlich sicher zum 6:2 Endstand verwandelt werden konnte.

In der Tabelle steht Parsberg damit genau in der Mitte, nämlich auf dem 4. Platz von 7 Mannschaften. Vor dem letzten Spieltag ist dies ein deutliches Zeichen, dass sich die erste Mannschaft gerade durch die personelle Verstärkung aus Laaber gut in der Bezirksliga halten kann.      

Parsberg II siegt souverän gegen Kelheim V

Am achten Spieltag gelang der zweiten Mannschaft ein souveräner Sieg gegen die angereisten Kelheimer. Auf allen vier Brettern stand schließlich der Punkt für Parsberg. Die Kelheimer traten arg ersatzgeschwächt auf. So spielte auf Brett 1 der auf dem 11. Platz der Liste gesetzte Spieler und auf Brett 4 die Nummer 39. Bereits nach 50 Minuten konnte Gerhard Goletz den ersten Punkt für Parsberg verbuchen. Seine Gegnerin machte viele kleine Fehler, die Gerhard konsequent ausnutzte. Zug für Zug verbesserte sich seine Stellung. Einem mächtigen Angriff zum Schluss musste sich die Kelheimerin schließlich geschlagen geben. Bereits zu diesem Zeitpunkt standen die anderen drei Bretter ausgeglichen oder besser. Nach weiteren 40 Minuten sorgte Marie-Theres Neumeier für das 2:0. Marie wollte eigentlich einen viel versprechenden Angriff auf der g-Linie starten, als sich ihr die Gelegenheit bot durch eine Springergabel die Dame zu erobern. Als sie durch eine zweite Gabel auch noch einen Turm erobern konnte war die Partie endgültig entschieden. Marie brachte diesen Vorteil sicher zum zweiten Punkt für Parsberg. Auf Brett 3 war es Jonas Bayerl ebenfalls durch eine Springergabel gelungen, eine Figur zu erobern. Sein Gegner leistete tapfer Widerstand, aber Jonas behielt den Materialvorteil bis zum Endspiel. Als nur noch wenige Bauern auf dem Brett standen war der gewonnene Läufer von Jonas die entscheidende Figur. Die längste Partie des Tages spielte Michael Held am Spitzenbrett. Am Ende der Eröffnung konnte er einen Bauern gewinnen, musste dafür aber einen Gegenangriff in Kauf nehmen. Es zog sich lange hin, bis dieser abgewehrt war und Michael den Gegner angreifen konnte. Bei diesem gelang es ihm schließlich zwei weitere Bauern zu gewinnen, womit das Endspiel entschieden war. Insgesamt hatten wir uns bereits im Vorfeld Hoffnung auf einen Mannschaftssieg gemacht, dass dieser aber so deutlich ausfiel, war die angenehme Überraschung dieses Spieltags für uns.

Schachabteilung bei der Vereinsmeile

Der verkaufsoffene Sonntag wurde durch eine Vereinsmeile bereichert. Am Stand des TV Parsberg beteiligte sich die Schachabteilung. Interessierte wurden über das Abteilungsleben informiert oder zu einer Partie Schach eingeladen.

Erste Mannschaft gegen Post/Süd

Erstmals spielte die Schachabteilung in der Mittelschule gegen die stark aufgestellten Regensburger von Post Süd. Der Kampf endete mit einer knappen Niederlage.

Da es wegen der Corona-Teststation, die sonntags immer im TV-Heim öffnet, zu Terminüberschneidungen mit den Mannschaftskämpfen kommt, spielte die erste Mannschaft diesmal im Mehrzweckraum der Mittelschule Parsberg. Dank der Erlaubnis durch Bürgermeister und Schulleitung sowie der Unterstützung durch den Hausmeister wurden die Partien unter perfekten Schachvoraussetzungen und absoluter Ruhe gestartet.

Da die Regensburger an fünf Brettern mit einer höheren Wertungszahl antraten, war klar, dass vor den Parsbergern eine schwierige Aufgabe lag.

Bereits nach nur etwas über einer halben Stunde einigten sich Thomas Koch und sein Gegner nach der beendeten Eröffnung auf Remis. Thomas fühlte sich nicht in Form und sein Gegner war extra aus Starnberg angereist, weswegen beide mit dem Remis zufrieden waren.

Christoph Knab war etwas erstaunt, als sein Gegner seine einzige entwickelte Leichtfigur gegen einen Springer tauschte, der noch unberührt auf der Grundlinie stand. Der daraus resultierende Entwicklungsvorsprung war allerdings nicht so entscheidend, weswegen Christoph das angebotene Remis annahm.

Nach eine sehr ruhigen Eröffnung verlor Martin Pfisterer zwar zunächst einen Bauern. Dafür war ein Bauer seines Gegners aber weit vorgerückt und nur schwer zu verteidigen. Als Martin ihn schließlich eroberte, war die Stellung wieder ausgeglichen und die beiden einigten sich auf Unentschieden.

Günter Ehrensberger war mit der Sizilianischen Verteidigung konfrontiert. Da weder sein Gegner noch er einen größeren Fehler machten, teilten sich auch in dieser Partie die zwei die Punkte.

Peter Baurs Partie verlief in einer seltenen Variante lange nach der Theorie. Nach der Eröffnung tauschte er leider so ab, dass sein Gegner ein starkes Läuferpaar erhielt, während Peter mit Läufer und Springer weiter kämpfte. Unter Zeitnot gelangen ihm nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge, so dass er die Partie schließlich aufgeben musste.

Florian Mirbeths Gegner entschärfte die eigentlich aggressive Eröffnung. Es gab zwar immer wieder Verwicklungen, aber schließlich endete das Spiel in einem ausgeglichenen Endspiel.

Leichte Schwierigkeiten in der Eröffnung hatte Günter Hirmer. Im Mittelspiel kämpfte er sich jedoch zurück und konnte seinen Gegenspieler sogar unter Druck setzen. Einen möglichen Gewinnzug wurde von ihm leider übersehen. Stattdessen wickelte er durch einen großen Abtausch in ein Remis ab.

Am Spitzenbrett stand Ferdinand Walter sehr lange besser als sein Gegner. Seine Partie endete in einem Endspiel mit drei Bauern gegen einen Springer. Diese eigentlich gewonnen Konstellation wickelte Ferdinand leider falsch ab, so dass sein Gegner sich in ein Remis retten konnte.

Gegen die starken Regensburger von Post Süd mussten sich die Erste von Parsberg somit unerwartet knapp geschlagen geben. Nach 5 von 7 Runden steht Parsberg auf dem 5. Tabellenplatz.

Erste Mannschaft unterliegt der Regensburger Turnerschaft

Auch in der Bezirksliga wurde nach der Corona-Pause wieder die unterbrochene Meisterschaft fortgesetzt. Die erste Mannschaft musste sich der Regensburger Turnerschaft geschlagen geben.

Dass es für die erste Mannschaft nicht leicht werden würde, war schon an der Aufstellung ersichtlich. Während die Regensburger fast mit Bestbesetzung antraten plagte Parsberg Personalnot. Die Turnerschaft war so auf jedem Brett besser besetzt, teilweise um 400 DWZ-Punkte.

Wegen der Personalnot kam Michael Held von der zweiten Mannschaft zu seinem ersten Einsatz in der Ersten. Leider geriet er gleich zu Anfang in eine Eröffnungsfalle und verlor nach einer halben Stunde einen Bauern, die Rochade und hatte die schlechtere Stellung. Als erstes musste jedoch Thomas Koch die Segel streichen. Er hatte sich mit Schwarz eine aussichtsreiche Position erspielt. Leider unterliefen ihm dann zwei Fehler und musste seine Dame für einen Turm hergeben, was mit dem Partieverlust gleichzusetzen war.

Günter Ehrensberger auf Brett 4 hatte sich eine ausgeglichene Stellung erspielt, bei der er im Endspiel mit einem Springer gegen einen Läufer kämpfte, wobei beide Spieler noch ihre Türme hatten. Leider übersah er mit seinem Springer einen chancenreichen Zug. Deshalb konnte sein Gegner die Türme auf der siebten Reihe verdoppeln. Weil das Matt unausweichlich war, blieb Günter nur noch die Aufgabe.

Da die Parsberger zu diesem Zeitpunkt auf den übrigen sechs Bretter maximal ausgeglichen standen bot Guenter Hirmer seinem Gegner Remis an. Günter hatte zwar einen Mehrbauern, aber eine äußerst komplizierte Stellung, in welcher der Mehrbauer keinen wirklichen Vorteil bot.     
Dass es uns an Turnierpraxis mit langer Bedenkzeit fehlt, merkte man daran, dass gleich drei Parsberger in Zeitnot gerieten. Peter Bauer hatte für 18 Züge nur noch 4 Minuten Bedenkzeit. Deswegen verlor er auch durch Zeitüberschreitung, wobei sein Endspiel verloren war, da der König seines Gegners in seine Stellung eindringen konnte.

Florian Mirbeth stand gegen seinen um 100 Punkte besseren Gegner sehr ausgeglichen. Leider unterschätzte er dann den Königsangriff seines Gegners. Dieser konnte in die Stellung des rochierten Königs eindringen. Gehandikapt durch Zeitnot fand Florian keine Verteidigung mehr.
Stefan Bayerl auf Brett 7 hatte es mit einem um 400 Punkte besseren Gegner zu tun. Auch ihm war es lange gelungen die Stellung ausgeglichen zu halten. Zeitweise stand er sogar klar besser. Aber dafür musste Stefan viel Zeit verbrauchen und unter ärgster Zeitnot unterlief ihm ein spielentscheidender Fehler.

Somit war der Mannschaftskampf verloren. Dank der Passivität seines Gegners hatte sich Michael Held in die Partie zurückgekämpft. Dieser konnte, obwohl um 200 Punkte besser bewertet, seinen Freibauern nicht ausnutzen und willigte deswegen dem angebotenem Remis zu.

Zu einem echten Schachkrimi entwickelte sich die Partie am Spitzenbrett. Ferdinand Walter trat dort gegen den um 300 Punkte besser bewerteten Dr. Novak an. Mit den weißen Spielfiguren nahm er ein Bauernopfer an, stand dafür aber sehr unter Druck. Allerdings hatten beide Gegner für die letzten 16 Züge nur noch knapp 4 Minuten Zeit. Immer wieder dachten beide bis kurz vor der Zeitüberschreitung nach. Es gelang aber beiden die aufgestellten Drohungen zu verteidigen und die Zeitkontrolle zu meistern. Nachdem diese Hürde genommen war, hatte Ferdinand zwar noch seinen Mehrbauern, aber ein Endspiel mit ungleichen Läufern. Deswegen einigten sich die beiden auf Remis.

Parsberg II spielt Remis gegen Tegernheim IV

Nach nur zwei Mannschaftskämpfen musste die Meisterschaft in der Kreisliga 2 Süd für drei Monate unterbrochen werden. Am Sonntag (6.3.22) konnte die Liga endlich fortgesetzt werden. Dies gleich mit dem 6. Spieltag, da die ausgefallen Spieltage am Ende der ursprünglichen Saison nachgeholt werden. Die zweite Mannschaft des TVP gelang nach langem und hartem Kampf ein Unentschieden gegen die Tegernheimer Gäste. Die jeweiligen Kontrahenten waren bezüglich der Spielstärke relativ gleich, womit der Ausgang des Mannschaftskampfes nicht absehbar war. So entwickelten sich alle Partien ziemlich ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Parsberger. Auch Jonas Bayerl konnte sich als jüngster Spieler beider Mannschaften bei seinem Debüt in der zweiten Mannschaft in dieser Saison leichte Vorteile erarbeiten. Nach zwei Stunden konzentrierten Spielens unterlief ihm leider eine Unaufmerksamkeit mit fatalen Folgen. Er übersah ein Matt, wodurch die Tegernheimer in Führung gingen. Am Brett zwei eröffnete Marie-Theres Neumaier mit dem Londoner System. Auch sie erspielte sich zunächst positionelle Vorteile und dann sogar einen Freibauern. Im Endspiel hieß es dann zwei Springer gegen einen Läufer, einen Springer und diesen Freibauern von Marie. Leider entdeckte sie keinen Gewinnweg und nahm deswegen nach drei Stunden Spielzeit das Remis-Angebot ihres Gegners an. In der anschließenden Analyse zeigte sich, dass sie die Partie sogar gewinnen hätte können. Auch Michael Held am Spitzenbrett widerfuhr dieses Schicksal. In der französischen Abtauschvariante entwickelten sich beide Parteien relativ gleich. Einen Angriff konnte Michael gut abwehren. Bei einem Gegenangriff kam es zu einer verzwickten Abtauschkombination. Hier wählte Michael einen sicheren Weg, hätte aber bei einem anderen gewählten Verlauf eine Figur gewinnen können. So endete auch diese Partie unentschieden und der Kampf wurde auf Brett 3 entschieden. Gerhard Goletz kämpfte hier gegen die fast 100 Punkte besser bewertete Birgit Hiltl-Salhofer. Aber auch hier hatte Gerhard sich die bessere Figurenstellung erspielt, wobei er dafür auf die Rocharde verzichten musste. Dafür konnte er einen sehr starken Angriff auf den rochierten König seiner Gegnerin starten. Leider kostete ihm dieser sehr viel Bedenkzeit, so dass er für die letzten Züge nur noch wenige Minuten zum Nachdenken hatte. Genau beim 40. Zug mit der Zeitkontrolle machte seiner Gegnerin einen Fehler und Gerhard hatte mit Matt den zweiten Mannschaftspunkt in seiner Karriere für den TVP erobert. Somit stand es insgesamt unentschieden. Alle Beteiligten fanden dieses Ergebnis nach dem langen Kampf als absolut gerecht.

[21.11.2021] Erster Saisonsieg für Parsberg II

Der zweiten Mannschaft des TV Parsberg gelang in der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd gegen Bavaria VII in Regensburg der erste Saisonsieg mit 1,5 zu 2,5 Punkten.

In der zweiten Runde der Kreisklasse 2 Süd musste die zweite Mannschaft in Regensburg antreten. Dort wurde die Hygienevorschriften streng überwacht. So durften nur Spieler mit 2G-Nachweis antreten. Außerdem galt eine Maskenpflicht. Nur sitzend am eigenen Brett durfte die Spieler die Maske absetzen.

Die vier Spiele entwickelten sich sehr ausgeglichen und lange Zeit war auf keinem der Bretter ein deutlicher Vorteil zu sehen. Mannschaftsführer Michael Held hatte sich leichte positionelle Vorteile erkämpft, übersah dann aber ein Schach bei einem Figurenabtausch. So erhielt sein Gegner zu Beginn des Endspiels zwei zentrale Freibauern, die der Regensburger zu einer Dame umwandeln konnte.

Albert Scheuerer verteidigte mit schwarz die Angriffe seines Gegners und konnte einen drohenden Figurenverlust sogar in einen Figurengewinn drehen. Leider musste er dazu seine Königsstellung öffnen. Anschließend hatte er einen Mattangriff, den sein Gegenüber jedoch durch ein Dauerschach in ein Unentschieden abmildern konnte.

Nach drei Stunden Spielzeit stand die Partie auf dem Spitzenbrett ausgeglichen. Allerdings plagte beide Spieler arge Zeitnot. In dieser übersah erst Stefan Bayerl eine Gabel, so dass er die Qualität verlor. Aber dann konnte er seinen Gegner wiederum mit einer Gabel überraschen. Während sein Gegner über die beste Fortsetzung nachdachte fiel seine Zeit und der Punkt ging an Parsberg.

Die längste Partie des Tages spielte Marie-Theres Neumeier auf Brett 4. Selbst als alle Partien des parallel laufenden Wettkampfes von Bavaria VI mit acht Brettern beendet waren kämpfte sie noch. Ihr war es gelungen zwei Bauern zu gewinnen, befand sich dann aber in einem Turmendspiel, bei dem sich ihr Gegner zäh verteidigte. Marie-Theres baute aber ihren Vorteil konsequent aus und konnte ihren Gegner schließlich mit einer umgewandelten Dame Matt setzen.

Somit gewann Parsberg II diese Runde mit 1,5 zu 2,5. In der Tabelle kletterte die Mannschaft deswegen von Platz 8 auf Platz 6.


[31.10.2021] Schachabteilung des TV Parsberg startet in die Saison 2021/22

Dank zahlreicher neuer Mitglieder ist die Schachabteilung des TV Parsberg mit der ersten Mannschaft erfolgreich in die Saison 2021/22 gestartet. Die zweite Mannschaft erlitt zum Auftakt leider eine Niederlage.

Viele Vereine leiden nach der langen Pause durch den Lockdown unter Mitgliederschwund. Die Schachabteilung des TV Parsberg geht hingegen aus Corona mit personeller Verstärkung hervor, da viele Schachspieler des aufgelösten Schachklub Laaber jetzt in Parsberg ihre neue schachliche Heimat gefunden haben.

Bereits am 24.10.21 spielte die erste Mannschaft in Kelheim. Hier wurde die Aufstellung gleich durch drei Spieler aus Laaber verstärkt. Somit trat Parsberg fast mit Bestbesetzung an, während die Kelheimer große Besetzungsprobleme hatten und zahlreiche Ersatzspieler zu dem Wettkampf erschienen. Somit saß jedem Parsberger ein von der Wertungszahl her schwächerer Gegner gegenüber und dem entsprechend erfolgreich verlief der Spieltag. Der Sieg war zu keiner Zeit wirklich gefährdet. Florian Mirbeth spielte die slawische Abtauschvariante. In einer relativ ereignislosen Partie geriet er kurzzeitig leicht in Nachteil. Nach einem großen Abtausch war die Stellung aber wieder ausgeglichen und die Partie endete Remis. Ferdinand Walter spielte ebenfalls eine wenig ambitionierte Eröffnung. Nach und nach manövrierte er sich in Probleme und verlor nach ein paar groben Fehlern die Partie. Das war allerdings leicht zu verschmerzen, weil die übrigen sechs Parsberger ihre Partien gewinnen konnten. Thomas Koch spielte seinen Gegner standesgemäß an die Wand. In einer überlegenen Stellung erhöhte er den Druck immer weiter, bis die gegnerische Verteidigung schließlich komplett auseinanderbrach. Ebenfalls mit großem Eröffnungsvorteil suchte Peter Baur, wie man ihn kennt, direkt die taktischen Verwicklungen – mit Erfolg: Sein Gegner übersah einen Abzug, was ihn die Dame kostete. Im Gegensatz dazu begann Günter Ehrensbergers Partie zunächst ruhig. Allerdings entfaltete sich dann ein mächtiger Königsangriff, der im 32. Zug zum Erfolg und zum Matt führte. Günter Hirmer brachte seinen jungen Gegner schon früh in große Schwierigkeiten. Dessen Bedenkzeit wurde immer knapper und war im 19. Zug komplett aufgebraucht. Sieg auf Zeit, obwohl auch die Stellung schon klar gewonnen war. Nach ein paar wilden Zügen in der Eröffnung mit Fehlern auf beiden Seiten stand Christoph Knab in seiner Partie mit einem Läufer mehr da. Der Rest war reine Formsache. Die längste Partie des Tages spielte Martin Pfisterer. Er erarbeitete sich einen kleinen Vorteil, konnte in die gegnerische Königsstellung eindringen und gewann schließlich die Qualität. Er musste noch ein paar kleinerer Probleme lösen, bis das Endspiel schließlich einfach zu gewinnen war. Mit einem Gesamtergebnis von 6,5 zu 1,5 war das ein gelungener Saisonauftakt für die erste Mannschaft.

Die zweite Mannschaft spielte an Halloween und erlebte leider einen schaurigen Tag. Stefan Bayerl war mit einem modernen Skandinavier konfrontiert. Nachdem er die Eröffnung gut überstanden hatte verschachtelte sich die Stellung mit wenigen Gelegenheiten für beide Seite. Da zu diesem Zeitpunkt auch die anderen Partien noch ausgeglichen waren einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis. Michael Held probierte das Evans Gambit als neue Eröffnung. Zunächst konnte er seinen Gegner damit unter Druck setzten, der sich aber zäh verteidigte. Nach einer übersehen Fesselung und der deswegen verlorenen Qualität wendete sich jedoch das Blatt. Sein Gegner baute den Vorteil konsequent aus. Kurz vor der Umwandlung eines Bauern gab Michael Held schließlich auf. Manfred Mirwald aus Laaber spielte die Caro Kann Eröffnung mit schwarz. Sehr lange war seine Partie ausgeglichen. Gegen Ende des Mittelspiels übersah er leider einen Königsangriff. Dieser führte überraschend bis zu einem unausweichlichen Matt. Gerhard Goletz auf Brett 4 eroberte erst die Qualität und dann sogar eine Figur. Erst im Endspiel unterliefen ihm zwei entscheidende Fehler. Erst lies er seine Mehrfigur stehen und tauschte dann so unglücklich ab, dass sein Gegner plötzlich einen Läufer mehr hatte. Da neben den Königen ansonsten nur noch zwei Bauern auf dem Brett waren bedeutete dies nach wenigen weiteren Zügen den Sieg für seinen Gegner. Somit unterlag die zweite Mannschaft deutlich 3,5 zu 0,5.

Schön war aber, dass viele Parsberger Spieler, die nur zu den Mannschaftsspielen kommen, jetzt endlich wieder aktiv für den TV Parsberg kämpfen konnten.